Viel hilft nicht immer viel! Nicht in allen Lebensbereichen macht es Sinn so viel wie nur Möglich zu investierten, häufig geht es darum das richtige Maß zu finden. Genauso verhält sich das Ganze für Sportler und dessen Training. Ich möchte dir im heutigen Artikel erklären warum und wie Übertraining den Muskelaufbau beeinflussen kann.

Übertraining ist keine Geschichte aus dem Märchenbuch. Unterhält man sich mit unterschiedlichen Menschen über diese Thematik, winken viele ab und sprechen davon, dass Übertraining vollkommen überschätzt wird. Ich bin der Meinung Übertraining ist ein sehr wichtiger Faktor, den jeder leistungsorientierte Sportler im Auge behalten sollte.

Übertraining ist ein bewiesener Zustand, bei welchem es zu körperlichen Anpassungsstörungen im Bereich der Organe, des Gewebes und der vegetativen Regulation kommt. Übertraining führt zur Stagnation der Leistungsfähigkeit und dem Muskelaufbau, bis hin zu Rückschritten in der leistungsorientieren Entwicklung. Dabei kann Übertraining auch das Immunsystem schwächen. Die Folge können häufige Krankheitsanfälligkeit sein – auch Herz-Kreislauf-Probleme werden mit der Überlastung in Zusammenhang gebracht.

Übertraining: so kommt es zu dem Phänomen – Übertraining entsteht meist nicht von heute auf morgen. Fehlt die Regeneration nach dem Training, ist dies der erste Schritt ins Übertraining. Fehlende Regeneration kann eine Ursache von schlechtem Schlaf, fehlender bedarfsorientierter Ernährung und zu viel Training sein. Fehlende Regeneration kann allerdings ebenso Auslöser für einen unvorteilhaften Lifestyle sein, folglich ein Teufelskreis. Sportler, die über einen längeren Zeitraum Probleme mit ihrer Regeneration haben laufen Gefahr ins Übertraining zu schlittern.

Erste Symptome – die ersten Symptome des Übertrainings sind oft schwer wahrzunehmen und werden häufig auf andere Dinge im Leben geschoben. Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Leistungsabfall und viele andere typische Überlastungserscheinungen machen das Lokalisieren des eigentlichen Problems schwierig. Als Sportler sollest du bei diesen Symptomen aufhorchen und schauen wie dein Training, die Ernährung und insbesondere Ruhephasen geplant und umgesetzt werden. Wird das Ganze immer problematischer und stellst du selbst fest, dass du beispielsweise einfach zu viel trainierst und dein Körper nicht mehr zur Ruhe kommt, musst du den Kreislauf des Übertrainings unbedingt durchbrechen.

Die Bekämpfung des Übertrainings – die Bekämpfung ist sehr simpel. Der betroffene Sportler braucht Ruhe und der Körper muss sich vollständig erholen können. Für dich bedeutet dies weniger Training, Überarbeitung deiner Ernährung und viel Schlaf sowie Ruhe. Häufig können 1 bis 2 Wochen komplett trainingsfrei Wunder bewirken. Dabei darfst du nicht an die verlorene Trainingszeit denken, denn durch die Pause wirst du evtl. endlich wieder weiter Vorwärts kommen. In den meisten Fällen kommt es neben einer Immunschwächung und dem Leistungsabfall auch zu einer dauerhaften Stagnation des Muskelaufbaus.

Mein Tipp: Der Körper braucht nicht nur hartes Training, Reizsetzungen und eine gute Ernährung um Muskulatur aufzubauen und Leistung zu erbringen. Der Organismus benötigt neben Nährstoffen und der Belastung auch Ruhe und die nötige Regeneration um Reparaturen am Gewebe zu realisieren und viele andere Prozesse zu kontrollieren. Mit Übertraining ist nicht zu spaßen – achte auf dass was dein Körper dir sagen möchte.

>> Ich erstelle Dir Deinen besten Trainingsplan