Im Internet liest werden immer wieder seltsame Aussagen zu den Themen muskuläre Dysbalance und unsymmetrischen Muskelpartien getroffen. Aus diesem Grund möchte ich dir das Thema gerne etwas erläutern.

Unter einer muskulären Dysbalance versteht man ein Ungleichgewicht zwischen Agonist und Antagonist. Dabei kann es durch eine Muskelverkürzung oder Verlängerung zu einer Dysbalance kommen. Auf Dauer kommt es zu einem gestörten Verhältnis von der Muskulatur zum Gelenk. Die Folgen einer Dysbalance können schwerwiegend sein. Es kann zu einer Überlastung der Sehnen, Funktionsstörungen der Muskulatur und des Gelenkes sowie Gelenks- und Knorpelschäden kommen – ein Beispiel hierfür ist der Rundrücken.

Entstehen kann eine solche Dysbalance beispielsweise durch unsymmetrische Muskelpartien, diese sind allerdings nur sehr selten der Auslöser. In den meisten Fällen kommt es durch Haltungsschäden, falsche Belastung des Körpers (natürlich auch beim Sport), eine ungenügende Regeneration von Gewebe und Sehnen oder Verletzungen zu einer Dysbalance. Wie du sehen kannst, bist du meist selbst der Schuldige und kannst aktiv etwas dagegen unternehmen.

Präventiv gegen eine Dysbalance wirkt sich insbesondere eine gute Haltung im Alltag und beim Sport auf deinen Körper aus. Auch ein spezifisches Training kann helfen, sollte allerdings ärztlich betreut werden. Ausreichende Regeneration und eine gute Ernährung hat ebenfalls einen positiven Effekt.

Im Gegensatz zur Dysbalance ist eine unsymmetrische Muskelpartie ein anderes „Problem“ und sollte nicht miteinander verwechselt werden! Beides kann miteinander verknüpft sein. Durch eine Dysbalance kann es zu einer unsymmetrischen Muskelpartie kommen. Ebenso kann eine unsymmetrische Muskelpartie zu einer Dysbalance führen – muss es aber nicht.

Unsymmetrische Muskelpartien sind oft nur ein visuelles Problem und durch Veranlagungen vorhanden. Beispielsweise ist eine Muskelpartie leicht verkürzt und wirkt daher evtl. kleiner oder verzogen.

Was kannst du gegen eine solche Asymmetrie der Muskulatur tun? Sei dir im Klaren darüber, dass du in den meisten Fällen nichts tun kannst! Kein Mensch besitzt komplett symmetrische Muskelpartien und die Muskelgruppen deiner beiden Körperhälften werden immer in ihren Proportionen voneinander abweichen – beim einen Sportler weniger, beim anderen mehr. Kleinere Asymmetrien können durch das Training und den Aufbau von Muskelmasse verschwinden, allerdings ebenso stärker sichtbar sein.

Ich möchte dir den Tipp geben – akzeptiere unsymmetrische Muskelpartien deines Körpers solange sie dich nicht bei Bewegungen einschränken. Bei großen unsymmetrischen Muskelpartien macht es Sinn einen Arzt zu konsultieren, um die Muskelfunktion zu testen und mögliche Risiken durch Leistungssport usw. abschätzen zu können.

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