Die Fitnesswelt spricht gerne und ausgiebig über die Themen Ernährung. Dabei fällt immer wieder der Begriff „Cheatmeal“. Als Cheatmeal wird eine nicht in der „Norm“ der sportlichen Ernährung einzuordnende Mahlzeit angesehen – diese Aussage ist sehr individuell und subjektiv. Allgemein kann man sagen es handelt sich um eine Mahlzeit, die vom Sportler nicht in seinem Plan vorgesehen ist und die meist eher als ungesund eingestuft werden kann.

Aber warum sollte ein Sportler überhaupt ein Cheatmeal zu sich nehmen? Für ein Cheatmeal gibt es unterschiedliche Gründe.

Grund 1: Ein Cheatmeal kann in einer Diät dabei helfen die Diät durchzuhalten – beispielsweise kann ein kleines Eis alle 4 – 7 Tage wunder bewirken.

Grund 2: Ein Cheatmeal kann auch für Leistung sorgen. Ein Sportler, der sich beispielsweise Low-Carb ernährt, kann mit einem Cheatmeal am Abend vor dem Training ein Carboloading nutzen, um die eigenen Glykogenspeicher zu füllen und am nächsten Tag leistungsfähiger zu sein oder die eigene Regeneration zu verbessern.

Grund 3: Dem Körper Abwechslung bieten. Durch eingeschobene Cheatmeals gewöhnst du deinen Körper nicht an eine einseitige Nährstoffzusammensetzung und gibst ihm die Möglichkeit andere größere Mengen von Nährstoffen zu nutzen.

Cheatmeals sind auf keinen Fall ein muss in einer Sportler-Ernährung! Ein Sportler, der seine Ernährung bewusst leistungs- sowie gesundheitsorientiert aufstellt, benötigt eigentlich keine Cheatmeals für Abwechslungen, als Leistungsbooster oder Regenerationshilfe. Einzig Grund 1 könnte noch als Cheatmeal-Grund sinnvoll erscheinen, insbesondere weil Cheatmeals meist keine bewusste Zufuhr von Nährstoffen, sondern ein Freifahrtschein für Dinge auf die der Sportler Lust hat sind.

Für wen sind Cheatmeals geeignet?

Wer unbedingt Cheatmeals benötigt um seine allgemeine Ernährung auf Kurs zu halten, der sollte insbesondere psychisch in der Lage sein Cheatmeals als diese wahrzunehmen. Hobbysportler neigen dazu bei Cheatmeals großzügig zu werden und aus einem Cheatmeal wird dann schnell ein Cheatday oder evtl. sogar eine Cheatweek? Außerdem solltest der Sportler sich die Frage stellen ob er seinem Körper ungesundes Essen als „Belohnung“ verkaufen möchte, denn unterbewusst ist dieses Vorgehen langfristig für den Bezug zu einer gesunden Ernährung, wie auch im Kindesalter klar kontraproduktiv.

Ich rate von Cheatmeals und Cheatdays ab. Falls dir in einer Diät eine kleine Süßigkeit dabei helfen kann dein Ziel zu erreichen spricht nichts dagegen. Denke immer daran – am Ende kommt es auf deinen Tagesbedarf, eine gute Nährstoffversorgung und dein Ziel an, wie du deine Ernährung gestaltest.

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